Für Schulen

Organisation eines Hofbesuches

Die Organisation eines Bauernhofbesuchs ist ganz einfach. Finden Sie über unsere Bauernhofsuche einen Hof mit bauernhofpädagogischem Angebot und verabreden Sie mit ihm einen Besuchstag und den thematischen Schwerpunkt. Nur noch die An- und Abreise organisieren und es kann losgehen!

Hier haben wir einige typische Fragen und Antworten rund um einen Hofbesuch zusammengestellt.
Falls Sie weitere Fragen haben schicken Sie uns gerne eine Email.

 

FAQ für Lehrkräfte

  • Was ist das Projekt „Schulklassen auf dem Bauernhof“?

    Im Projekt „Schulklassen auf dem Bauernhof“ erleben Schülerinnen und Schüler, wo unsere Lebensmittel herkommen und welche Abläufe und Zusammenhänge es in Landwirtschaft, Natur und Umwelt gibt.

    Gefördert werden Hofbesuche von Schulklassen aller Altersstufen und Schulformen. Insbesondere Schulen aus dem städtischen Kontext werden ermutigt, landwirtschaftliche Betriebe zu besuchen. Initiiert wurde das Projekt vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein, der Landwirtschaftskammer, dem Bauernverband und dem LandFrauenVerband Schleswig-Holstein.

    Landwirtschaftliche Betriebe können pro Hofbesuch einenZuschuss von 100,- € beantragen. Der Zuschuss ist als solcher zu verstehen: Es kann vom Betrieb eine zusätzliche Teilnahmegebühr erhoben werden. Der Richtwert hierfür liegt bei max. 5,- € je Kind. Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt „Schulklassen auf dem Bauernhof“ und damit für die Bewilligung des Zuschusses ist für die landwirtschaftlichen Betriebe die Teilnahme an einer Bauernhofpädagogik-Fortbildung.

    Dieses Projekt wird durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein finanziert. Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein setzt es in die Praxis um.

  • Wie finde ich einen Bauernhof?

    Geben Sie Ihre Wunschvorstellungen auf der Bauernhofsuche ein und finden Sie einen passenden Bauernhof in der Nähre Ihrer Schule. Nehmen Sie dann direkt mit dem Hof Kontakt auf, um einen Besuch zu verabreden.

  • Wie organisiere ich einen Bauernhofbesuch?

    • Finden Sie zunächst einen Bauernhof in Ihrer Nähe über unsere Bauernhofsuche (Verlinkung).
    • Nehmen Sie Kontakt mit dem Hof auf und verabreden Sie ein Datum und klären Sie Details, wie z. B. Thema und Kosten des Hofbesuchs, An- und Abreisemöglichkeiten
    • Klären Sie die Hin- und Rückfahrt für den Hofbesuch.
    • Ggf. informieren Sie die Schulleitung und Kolleg*innen über den Hofbesuch.
    • Informieren Sie die Eltern über die Einzelheiten des Hofbesuchs. Hier finden Sie einen Vorschlag für ein Informationsschreiben an die Eltern. (Verlinkung)
    • Wenn möglich bereiten Sie den Hofbesuch inhaltlich im Unterricht vor und nach. Unterstützendes Material dafür finden Sie unter Gut gebettet (Verlinkung zu Einbindung des Hofbesuchs in den Unterricht).
    • Fahren Sie mit Ihrer Klasse auf den Bauernhof und entdecken Sie mit Ihrer Klasse zusammen spannende Wissensfelder.
    • Geben Sie dem Bauernhof gerne Rückmeldung, was Ihnen an Hofbesuch gefallen hat und was verbessert werden könnte.
  • Warum braucht der landwirtschaftliche Betrieb zur Beantragung des Zuschusses meine Emailadresse?

    Das Projekt „Schulklassen auf dem Bauernhof“ wird gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein. Um die Qualität der Hofbesuche zu sichern und Verbesserungspotentiale zu erkennen, wird ca. einmal jährlich das Projekt evaluiert. Dafür bekommen teilnehmende landwirtschaftliche Betriebe und Lehrkräfte eine Email mit einer Umfrage zugeschickt. Für diesen Zweck erheben wir im Antragsformular auch die Emailadresse der Lehrkräfte, die mit ihrer Klasse einen Hof besucht haben.

  • Was machen wir dort?

    Das Lernerlebnis auf einem Bauernhof hängt von verschiedenen Faktoren ab. Beispielsweise von der Altersstufe, der Größe und Schulform der Klasse, von den Betriebszweigen des Bauernhofs und der Jahreszeit. In jedem Fall geht es darum, auf dem Bauernhof mit allen Sinnen Wissen und Zusammenhänge zu erleben. Eine Idee der Lerneinheiten auf dem Bauernhof finden Sie hier. (Verlinkung zu Lerneinheiten) Jeder Bauernhof macht ein individuelles Angebot für Schulklassen. Die Aufgeführten Lerneinheiten sind Inspiration, werden mit großer Wahrscheinlichkeit aber anders von den Höfen umgesetzt.

  • Was lernen die Schüler*innen bei einem Hofbesuch?

    Auf einem Bauernhof kann man Wissen für (fast) jedes Schulfach erleben. Von Mathe, ausrechnen und abwiegen von Futtermengen und Erdkunde, was für einen Boden haben wir in unserer Region und wie ist er aufgebaut?, über Deutsch, beschreibe mir einen Tag auf dem Bauernhof, hin zu Sachkunde, was ist ein Knick und welche Tiere leben dort? Und Biologie: wie kommt das Küken ins Ei? Zudem verbringen die Schülerinnen und Schüler Zeit in Gemeinschaft. Sie verbessern ihre Sozialkompetenz, Motorik und Sinnes- und Selbstwahrnehmung.

  • Wie kann ich den Hofbesuch in meinen Unterricht einbetten?

    Zur Einbettung des Hofbesuchs in den Unterricht stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Eine Auswahl dieser Hilfsmittel finden Sie auf den Websites unserer Partner zum Bestellen oder zum Download. (Verlinkung zu Einbindung des Hofbesuchs in den Unterricht)

  • Was müssen die Eltern im Vorfeld wissen?

    Zur Vorbereitung des Hofbesuchs stellen wir hier (Verlinkung zu Organisation eines Hofbesuches für Schulen) einen Brief zur Verfügung, der alle Informationen für die Eltern rund um den Hofbesuch enthält.

  • Wie sind Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte während eines Hofbesuchs versichert?

    Sollte auf dem Weg zu oder von einem Hofbesuch oder während eines Hofbesuchs ein Unfall passieren, sind Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler über den Gemeindeunfallversicherungsverband Schleswig-Holstein versichert. Zudem haben viele Betriebe eine zusätzliche Unfall- und/oder Haftpflichtversicherung für ihr bauernhofpädagogisches Angebot. Sprechen Sie bitte den landwirtschaftlichen Betrieb darauf an.

  • Wie kommen wir zum Bauernhof?

    Die Fahrt zum Bauernhof muss durch die Lehrkraft organisiert werden. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Informationen zu der nächsten Bushaltestelle oder dem nächsten Bahnhof finden Sie auf den Bauernhof-Portraits in der Bauernhofsuche.
    Sollte die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht möglich sein, kann der Transport mit örtlichen Taxi-Unternehmen oder Busunternehmen organisiert werden.

  • Wer übernimmt die Fahrtkosten zum Bauernhof?

    Die Fahrtkosten tragen die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte. Für Fahrtkosten stehen keine Fördermittel zur Verfügung. Allerdings sind lokale Unternehmen oft bereit, die Fahrtkosten zu sponsern.

  • Was kostet ein Bauernhofbesuch?

    Die Teilnahmegebühren für einen Hofbesuch legt der Bauernhof fest. Im Rahmen des Projektes „Schulklassen auf dem Bauernhof“ bekommt ein Bauernhof pro Hofbesuch einen Zuschuss zu seinen Aufwendung in Höhe von 100,- €. Darüber hinaus darf er in seinem Ermessen eine Teilnahmegebühr erheben. Richtwert für diese Teilnahmegebühr sind 5,- € pro Schüler*in für einen Hofbesuch von ca. 3 Stunden.

  • Wie lang ist ein Bauernhofbesuch?

    Ein Hofbesuch sollte in Abhängigkeit der Fahrtzeit zum Hof mindestens 2,5 Stunden dauern. Er kann vormittags, nachmittags oder einen ganzen Tag sein. Auch Klassenfahrten mit bauernhofpädagogischem Programm werden angeboten. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Bauernhofsuche.

  • Können wir eine Klassenfahrt auf einen Bauernhof machen?

    Ja, es gibt Bauernhöfe, die auch Übernachtungsmöglichkeiten für Schulklassen anbieten. Pro Klassenfahrt wird ein bauernhofpädagogisches Angebot finanziell gefördert. Höfe, die Klassenfahrten anbieten finden Sie auf unserer Bauernhofsuche.

  • Welchen Beitrag leistet ein Hofbesuch zu Bildung für nachhaltige Entwicklung?

    Bauernhof ist ein idealer Lernort für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Er ist ein realer Lernort, an dem wirklich gewirtschaftet und gelebt wird. Trotzdem ist es ein überschaubarer „Mikrokosmos“ für die Kinder.

    An vielen Stellen können Kinder selbst anpacken und so praktische Lernerfahrungen machen. Dabei kommen sie mit sich selbst, mit einander und mit all ihren Sinnen in Kontakt. Die Kinder festigen die Beziehungen untereinander. Sie erarbeiten gemeinsam Lösungen zu den gestellten Aufgaben, z.B. beim Berechnen und Abwiegen von Futtermengen.

    Beim Tiere in den Stall treiben, lernen die Kinder vorausschauend zu denken. Die Kinder lernen sich und andere zu motivieren und gemeinsam Ziele zu erreichen, wenn sie gemeinsam einen Stall mit Stroh einstreuen. Wenn Kartoffeln mit und ohne Düngergabe angepflanzt werden und die Ernte unterschiedlich ausfällt, lernen sie sich kritisch mit Informationen auseinander zu setzen und Zusammenhänge zu reflektieren.

  • Wer ist auf dem Hof für die Schüler*innen verantwortlich?

    Während des Hofbesuchs ist die Lehrkraft Aufsichtsperson für die Schülerinnen und Schüler.

  • Was ist, wenn eine Schülerin oder ein Schüler Allergien / Unverträglichkeiten hat?

    Wenn eine Schülerin oder ein Schüler Allergien / Unverträglichkeiten hat, z.B. eine Tierhaarallergie, sollte die Lehrkraft Rücksprache mit den Eltern des Kindes halten, welche Symptome der Allergie / Unverträglichkeit auftreten und mit welcher Heftigkeit. Und ggf. welche Medikamente gegen eine Reaktion eingekommen werden müssen.

    Dann sollte die Lehrkraft mit dem Bauernhof sprechen, welche Tiere (oder andere Allergie- / Unverträglichkeit-Auslöser) es auf dem Hof gibt, und welche Maßnahmen ergriffen werden können, damit das Kind sicher am Hofbesuch teilnehmen kann.

  • Kann jeder Bauernhof eine Schulklasse empfangen?

    Prinzipiell kann jeder Bauernhof eine Schulklasse empfangen. Die Bauernhöfe, die im Projekt „Schulklassen auf dem Bauernhof“ registriert sind, haben alle eine Fortbildung in Bauernhofpädagogik bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein absolviert. D.h. sie haben sich eingehend auf Schulklassen vorbereitet. Sie können Lernerlebnisse besonders wertvoll vermitteln und sind geschult in den Bereichen Hygiene und Sicherheit auf dem Hof.

  • Kann jeder Bauernhof den Zuschuss zu einem Hofbesuch beantragen?

    Nur die Betriebe, die Mitglied im Projekt „Schulklassen auf dem Bauernhof“ sind, erhalten den Aufwandszuschuss von 100€ pro Schulklassenbesuch. Voraussetzung dafür ist die Teilnahme an einer Fortbildung in Bauernhofpädagogik bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

  • Wer ist Ansprechpartnerin bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein für das Projekt „Schulklassen auf dem Bauernhof“?

    Koordinatorin des Projekts „Schulklassen auf dem Bauernhof“ ist Dr. Wiebke Meyer (wmeyer@lksh.de).
    Sie freut sich auf Ihre Anfrage!